Erstmals schriftlich erwähnt wird unsere Gemeinde 1230 im Zehntregister des Ratzeburger Bischofs Gottschalk. Das Dorf und seine christliche Geschichte dürfte aber noch um einiges älter sein. Lütau lag an der Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck, einem bedeutenden mittelalterlichen Handelsweg. Ursprünglich war die Kirche dem St. Dionys (Dionysius) geweiht, einem insbesondere bei den Karolingern hoch geschätzten Heiligen. Später bekam sie im Zuge der mittelalterlichen Pilgerfahrten (Jacobsweg, Santiago de Compostella) zusätzlich den Apostel Jakobus als Schutzpatron. In den letzten Jahren kommen vermehrt wieder Pilgergruppen, um auf der „via scandinavica“ in Lütau Station zu machen.

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Kirchengemeinde in Zahlen

Für Liebhaber alter geschichtlicher Zahlen:

  • 12. Jh. - älteste kirchliche Spuren im Turm. 
  • 1230 - Kirchspiel erstmals schriftlich erwähnt im sogenannten Zehntregister
  • 1581 kirchliche Schule erstmals nachweisbar (Küsterschule in Lütau)
  • 1683 ist in der Kirche ein Beichtstuhl noch in Gebrauch. Weil zu viele Menschen zur Beichte kommen, strebt der Pastor aber die Abschaffung der Einzelbeichte an. 1739 hat sich eine allgemeine Beichte im Gottesdienst durchgesetzt
  • 1845/46 - jetziger spätklassizistischer Kirchbau. 2006 nach seiner historischen Erstgestaltung renoviert.
  • 1848 Taufstein gestiftet von den Bauernvögten Burmester in Lütau, Grimm in Lanze und Burmester in Buchhorst
  • 1856/57 jetziges Pastorat
  • 1868 Bau der heutigen St. Jacob Kapelle, Basedow
  • 1883 Einbau der heutigen Orgel in die Lütauer Kirche (von Vieth, Celle)
  • 2006 Umfangreiche Renovierung der Kirche im ursprünglichen klassizist. Stil; Sanierung der Friedhofsmauer und des Turmes