Der Turm

Bild: Turm vom Westen aus gesehen
Bild: Turm vom Süden aus gesehen

Aus Feldsteinen erbaut, ist er der älteste Teil des Kirchengebäudes (12./13. Jh.).

In früheren kriegerischen Zeiten wurde der Turm vermutlich auch als Wehrturm und letzter Schutzraum benutzt. Darauf lassen die Schieß-/Lichtscharten in der 1953 entdeckten Wendeltreppe (Südseite) schließen.

Das heutige Obergeschoss aus Backsteinfachwerk wurde 1701-1705 erbaut und dient als Glockenstuhl. Das ursprünglich schindelgedeckte Dach wurde 1983 mit wetterbeständigeren Bleiplatten eingedeckt und bietet eine Heimat für Fledermäuse.

Wer heute zum Turm hinaufsteigen will, muss - wie zum Zeichen, dass Gott uns manchmal ungewöhnliche Wege führt - erst ein paar Stufen nach unten gehen. Dann muss er sich unter einer kleinen Pforte bücken und innerhalb der dicken Turmmauer auf einer engen Wendeltreppe nach oben steigen. Dort befindet sich der Glockenstuhl mit seinen drei Glocken.

Die älteste - noch aus katholischer Zeit - trägt die Inschrift: „AD TE VOX EGO SUM VIRGO REINE POLORUM“ (Zu dir (erhebe) ich die Stimme, höchste Jungfrau, Königin der Lüfte).

Auf den jüngeren Glocken steht „Land, höre des Herrn Wort“ und „Dona nobis pacem“ (Schenke uns Frieden). So wird jedes Glockenläuten zu einer Einladung, Gottes Wort zu hören, und zu einem Gebet um seinen Frieden.